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Polier Verkehrsstationen

Ein Polier Verkehrsstationen ist die leitende Baustellenfachkraft, die den Bau, Umbau und die Instandhaltung von Bahnhöfen, Haltestellen, Bahnsteigen und Verkehrsanlagen organisiert und überwacht.


Er steht zwischen Bauleitung, Ingenieuren, Facharbeitern und Auftraggebern und sorgt für die reibungslose Ausführung aller Arbeiten im Bereich der Verkehrsinfrastruktur – insbesondere im Bahn- und öffentlichen Verkehrsnetz.


Diese Projekte sind technisch anspruchsvoll, da sie meist unter laufendem Betrieb, mit engen Zeitfenstern und strengen Sicherheitsvorgaben stattfinden. Der Polier trägt dafür Sorge, dass Bauabschnitte sicher, effizient und qualitätsgerecht umgesetzt werden.

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Konkrete Aufgaben eines Poliers Verkehrsstationen


  • Baustellenorganisation – Planung von Bauabläufen, Personal- und Maschineneinsatz im laufenden Betrieb

  • Koordination der Gewerke – Abstimmung zwischen Tiefbau, Hochbau, Gleisbau, Leitungsbau und Elektroarbeiten

  • Führung der Baustellenteams – Einteilung und Anleitung von Facharbeitern, Maschinisten und Nachunternehmern

  • Qualitätssicherung – Überwachung der Bauausführung, Materialprüfung und Maßkontrolle

  • Sicherheitsmanagement – Einhaltung der Sicherheits- und Betriebsregelungen im Bahn- oder Straßenverkehrsumfeld

  • Kommunikation mit Bauleitung und Bahnvertretern – tägliche Abstimmung über Baufortschritt, Sperrpausen und Übergaben

  • Termin- und Ressourcenplanung – Koordination von Materiallieferungen, Baugeräten und Arbeitskolonnen

  • Dokumentation – Erstellung von Bautagebüchern, Aufmaßen und Abnahmeunterlagen



Typische Einsatzbereiche

Poliere im Bereich Verkehrsstationen sind in Projekten tätig, die Verkehrsknotenpunkte oder Zugangsanlagen betreffen. Dazu gehören:

  • Bahnhöfe und Haltepunkte (Bahn, S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn)

  • Bahnsteig- und Zugangsbauten

  • Personenunterführungen und Aufzugsanlagen

  • Bahnsteigüberdachungen, Treppenanlagen, Rampen

  • Verkehrsknoten mit Bus-, Tram- oder Regionalanschluss

  • Modernisierungsprojekte barrierefreier Verkehrsanlagen



Bedeutung für Infrastruktur und Mobilität

Der Polier Verkehrsstationen ist entscheidend für den Ausbau und die Modernisierung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur. Er stellt sicher, dass Bauarbeiten im komplexen Umfeld von Verkehrsanlagen sicher und effizient ablaufen – oft unter laufendem Zug- oder Fahrgastbetrieb.


Er trägt Verantwortung für:

  • die Verfügbarkeit und Sicherheit von Bahnanlagen

  • die pünktliche und technische Fertigstellung von Verkehrsbauten

  • die Umsetzung von Barrierefreiheit und Fahrgastkomfort

  • die Koordination unterschiedlicher Gewerke auf engstem Raum


Damit ist der Polier Verkehrsstationen eine Schlüsselposition für die Modernisierung des öffentlichen Verkehrs und die Mobilität von morgen.

Klassische Ausbildungswege


Der Weg zum Polier Verkehrsstationen führt über eine technische oder bauspezifische Ausbildung, praktische Erfahrung auf Baustellen des Verkehrssektors und eine gezielte Weiterbildung.

Wegen der Vielfalt der Projekte – von Bahnsteigen bis Personenunterführungen – kommen mehrere Ausbildungsberufe infrage.


  • Ausbildung (3 Jahre, dual):

    • Tiefbaufacharbeiter:in Schwerpunkt Verkehrsbau – Erd-, Pflaster- und Entwässerungsarbeiten für Verkehrsanlagen

    • Gleisbauer:in – Aufbau, Instandhaltung und Sicherung von Gleisanlagen

    • Beton- und Stahlbetonbauer:in – Herstellung von Bahnsteigkanten, Fundamenten, Treppen und Rampen

    • Straßenbauer:in – Wegebau, Oberflächenbefestigung, Entwässerung

    • Maurer:in / Hochbaufacharbeiter:in – Bau von Aufzugsschächten, Unterführungen oder Zugangsbauwerken

  • Weiterbildung:

    • Werkpolier:in Tiefbau / Verkehrsbau – Qualifikation zur Leitung kleinerer Bauabschnitte

    • Geprüfte:r Polier:in Verkehrsbau oder Ingenieurbau – staatlich anerkannte Weiterbildung mit Schwerpunkt Bauorganisation, Sicherheit und Qualität

    • Bautechniker:in Tiefbau / Verkehrswegebau – für technische Planung und Bauüberwachung

    • Industriemeister:in Bau oder Straßenbau – für übergeordnete Führungsfunktionen

    • Sicherheitsfachkraft Bahn (z. B. gemäß Ril 046) – Zusatzqualifikation für Bauarbeiten im Bahnbereich

  • Studium (optional):

    • Bauingenieurwesen (Bachelor/Master) – Schwerpunkt Verkehrswegebau oder Konstruktiver Ingenieurbau

    • Projektmanagement Bau – für Führungsaufgaben im Infrastrukturbereich

    • Bahnbetriebsmanagement – für die Kombination aus technischer Bau- und Betriebsplanung



Voraussetzungen & Fähigkeiten

Ein Polier Verkehrsstationen muss über technische, organisatorische und kommunikative Fähigkeiten verfügen:

  • Tiefbau- und Hochbaukenntnisse zur Koordination unterschiedlicher Gewerke

  • Verständnis für Bahnbetrieb und Sicherheitsvorschriften (z. B. Arbeiten unter Betrieb)

  • Führungskompetenz und Erfahrung in Teamleitung auf komplexen Baustellen

  • Organisationstalent für Terminplanung, Materialdisposition und Personalsteuerung

  • Sicherheitsbewusstsein bei Arbeiten im Gleisbereich oder in Fahrgastzonen

  • Kommunikationsstärke im Austausch mit Bauleitung, Ingenieuren und Auftraggebern

  • Planlesefähigkeit für Ausführungs-, Schal- und Leitungspläne



Bildungsangebote & Schulen

In Deutschland gibt es mehrere spezialisierte Bildungseinrichtungen, die Aus- und Weiterbildungen im Bereich Verkehrsbau, Bahnbau und Bauleitung anbieten:

Ort / Region

Bildungsträger / Hochschule

Angebot

Essen

Berufsbildungszentrum der Bauindustrie NRW

Werkpolier- und Polierlehrgänge im Verkehrs- und Ingenieurbau

Leipzig

BBZ Bau Sachsen e. V.

Weiterbildung Gleisbau, Verkehrswegebau und Bahntechnik

Berlin

DB Training, Learning & Consulting

Lehrgänge zu Bahnsicherheit, Bauüberwachung, Sperrpausenmanagement

Hamburg

Elbcampus Handwerkskammer Hamburg

Meisterausbildung im Tiefbau / Straßenbau

Dresden

TU Dresden – Fakultät Bauingenieurwesen

Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Verkehrsbau

Karlsruhe

Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft

Projektmanagement Infrastruktur- und Verkehrsprojekte

München

IHK Akademie Oberbayern

Baumanagement, Polierfortbildung, Bauleitungskurse



Entwicklungsmöglichkeiten

Mit zunehmender Erfahrung können Poliere im Bereich Verkehrsstationen in leitende Positionen aufsteigen:

  • Oberpolier oder Bauleiter Verkehrsbau

  • Projektleiter im Bahnbau oder Ingenieurbau

  • Technischer Koordinator für Verkehrsinfrastruktur

  • Bauüberwacher Bahn (BÜB) oder Fachbauüberwacher (FBÜ)

  • Sicherheits- und Betriebsbeauftragter für Bahnbaustellen



Anforderungen im Alltag

Der Polier Verkehrsstationen arbeitet in einem technisch anspruchsvollen und sicherheitsrelevanten Umfeld. Er trägt Verantwortung für Bauabläufe an Bahnhöfen, Haltepunkten oder Verkehrsknotenpunkten – oft unter laufendem Fahrgastbetrieb und mit engen Terminfristen.


Typische Anforderungen im Alltag:

  • Baustellenkoordination: Planung und Überwachung der Bauabschnitte im laufenden Verkehrsbetrieb, Abstimmung mit Bauleitung und Sicherheitsdiensten

  • Führung von Teams: Anleitung von Facharbeitern, Monteuren, Elektrikern und Subunternehmen

  • Technische Kontrolle: Überwachung von Beton-, Pflaster-, Bahnsteig- und Entwässerungsarbeiten

  • Sicherheitsmanagement: Umsetzung der Bahnsicherheitsvorschriften, z. B. nach Ril 046 oder Ril 132

  • Kommunikation: Abstimmung mit Bauherrn, Bahnaufsicht, Ingenieurbüros und öffentlichen Stellen

  • Qualitätssicherung: Einhaltung von DIN-Normen, Abnahmeprüfungen, Maßkontrolle und Baustellendokumentation

  • Terminmanagement: Organisation von Sperrpausen, Nachtarbeiten und Logistikprozessen


Der Alltag eines Poliers im Bereich Verkehrsstationen ist geprägt von hohem Koordinationsaufwand, technischer Präzision und Verantwortung für Sicherheit und Qualität.



Zusammenarbeit im Projektumfeld

Der Bau oder Umbau von Verkehrsstationen erfordert enge Abstimmung vieler Fachrichtungen. Der Polier ist die zentrale Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung.

Rolle

Zusammenarbeit im Projekt

Bauleiter:innen Verkehrsbau

Terminsteuerung, Bauüberwachung, Dokumentation

Facharbeiter:innen Tief- / Hochbau

Ausführung von Bahnsteig-, Treppen- und Wegebauarbeiten

Elektromonteur:innen / LST-Techniker:innen

Installation von Beleuchtung, Informationssystemen, Signalen

Vermessungstechniker:innen

Lage- und Höhenkontrolle, Absteckung

Sicherheits- und Sperrkoordinator:innen (SKP)

Einhaltung der Sicherheitsregeln im Bahnbereich

Bauüberwacher Bahn / DB Projektleitung

Bauabnahme, Qualitätsprüfung, Koordination im Betrieb

Subunternehmen / Nachunternehmer

Ausführung von Spezialarbeiten (z. B. Aufzüge, Rampen, Abdichtungen)

Die Zusammenarbeit erfolgt oft unter hohem Zeitdruck und mit wechselnden Bauphasen. Daher sind Planungsgenauigkeit, Kommunikation und Entscheidungsfähigkeit für den Polier essenziell.



Arbeitsbedingungen

  • Einsatzorte: Bahnhöfe, Haltestellen, Verkehrsknotenpunkte, Bahnsteiganlagen und Unterführungen

  • Arbeitszeit: häufig in Schichten, Nacht- und Wochenendarbeit bei Sperrpausen oder Zugstillständen

  • Belastung: hohe Verantwortung, Arbeit im Freien, Zeitdruck und komplexe Sicherheitsvorgaben

  • Sicherheitsanforderungen: streng – Arbeiten im Gleisbereich und unter Bahnbetrieb erfordern Bahnberechtigungen (z. B. Sicherungsanweisung Bahn)

  • Umgebung: Arbeiten in urbanen Räumen, teils unter beengten Platzverhältnissen oder laufendem Verkehr





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Gehalt (Stand 2025)


Das Gehalt im Bereich Verkehrsstationen liegt leicht über dem Durchschnitt des klassischen Tiefbaus, da Projekte meist komplexer und sicherheitsintensiver sind.


Karrierestufe

Brutto / Jahr (€)

Werkpolier Verkehrsbau (Einstieg)

ca. 50.000 – 58.000 €

Erfahrener Polier Verkehrsstationen

ca. 59.000 – 72.000 €

Oberpolier / leitender Polier

ca. 73.000 – 85.000 €


Zusatzleistungen & Vorteile:

  • Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeiten

  • Spesenregelungen und Unterkunft bei Montageeinsätzen

  • Bahn- und Sicherheitsprämien bei Sperrpausenarbeiten

  • Firmenwagen oder Fahrkostenerstattung

  • Weiterbildungsmöglichkeiten im Bahnbereich (z. B. Sicherheitskoordinator, BÜB, FBÜ)



Fachkräftemangel im Verkehrsbau

Der Ausbau und die Modernisierung der Verkehrsstationen in Deutschland – von Bahnhöfen über U-Bahn-Stationen bis hin zu multimodalen Verkehrsknoten – sind zentrale Bestandteile der Verkehrswende.

Doch genau hier trifft die Branche auf einen massiven Fachkräftemangel. Besonders erfahrene Poliere, die komplexe Projekte unter laufendem Betrieb leiten können, sind bundesweit stark gefragt.



Ursachen des Mangels

  • Steigende Investitionen: Bund, Länder und Deutsche Bahn investieren Milliarden in die Modernisierung von Bahnhöfen und Verkehrsknotenpunkten.

  • Hohe technische Anforderungen: Sicherheitsstandards, Barrierefreiheit und Digitalisierungsmaßnahmen erfordern erfahrenes Fachpersonal.

  • Nachwuchsdefizit: Kaum junge Fachkräfte wählen den Weg in den Verkehrsbau – viele Stellen bleiben unbesetzt.

  • Projektkomplexität: Bauarbeiten im Bahnumfeld unter Betrieb erfordern Spezialwissen, das nur wenige Poliere besitzen.



Chancen für Fachkräfte

Für qualifizierte Poliere im Bereich Verkehrsstationen ergeben sich erstklassige Karriereperspektiven:

  • Langfristige Arbeitsplatzsicherheit durch den wachsenden Infrastrukturausbau

  • Überdurchschnittliche Vergütung durch hohe Verantwortung und Projektkomplexität

  • Aufstiegsmöglichkeiten zum Oberpolier, Bauleiter oder Projektleiter im Bahnbau

  • Spezialisierungen in Bereichen wie Bahnsteigbau, Barrierefreiheit, Signaltechnik oder Energieversorgung

  • Sinnstiftende Tätigkeit: direkte Mitwirkung an der Modernisierung öffentlicher Mobilitätssysteme


Mit der Kombination aus Erfahrung, Führungsstärke und technischem Verständnis ist der Polier Verkehrsstationen einer der gefragtesten Berufe im öffentlichen Infrastrukturbau.



Was TOPEOPLE bietet

  • Für Unternehmen: TOPEOPLE unterstützt Bau- und Bahninfrastrukturunternehmen gezielt bei der Suche nach Polieren, Werkpolieren und Bauleitern, die komplexe Projekte im Bereich Verkehrsstationen, Bahnsteigbau und Verkehrsanlagen sicher umsetzen.


  • Für Fachkräfte: TOPEOPLE begleitet erfahrene Poliere und Baupraktiker bei der beruflichen Weiterentwicklung – von Projektwechseln über Aufstiegspositionen bis zu langfristigen Festanstellungen im Bereich Bahnbau und Verkehrsinfrastruktur.



Fazit


Der Polier Verkehrsstationen ist eine Schlüsselposition für die Zukunft der öffentlichen Infrastruktur. Er trägt Verantwortung für Bauqualität, Sicherheit und Koordination – oft in technisch und logistisch herausfordernden Umgebungen.


Durch den anhaltenden Fachkräftemangel ergeben sich hervorragende Karriere- und Verdienstmöglichkeiten


Wer Organisationstalent, technisches Verständnis und Führungsstärke mitbringt, kann hier eine dauerhaft stabile und sinnvolle Laufbahn aufbauen.


Mit TOPEOPLE finden Unternehmen die richtigen Fachkräfte – und Poliere die passenden Projekte, um die Mobilität von morgen aktiv mitzugestalten.

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