top of page

Planer Küchenplanung

Der Planer für Küchenplanung ist ein spezialisierter Fachberater, der die Gestaltung, technische Umsetzung und Koordination von Küchenprojekten übernimmt. Er verbindet gestalterische Kreativität mit technischem Know-how und sorgt dafür, dass Küchen sowohl funktional, ergonomisch als auch ästhetisch den Bedürfnissen der Nutzer entsprechen.


Diese Rolle ist für private Bauherren, Architekturbüros, Bauträger und Gastronomieunternehmen gleichermaßen wichtig, da Küchen heute zentrale Lebens- und Arbeitsräume darstellen.

Screenshot 2025-04-03 at 14.25.38.png

Konkrete Aufgaben eines Küchenplaners


  • Bedarfsermittlung und Beratung von Kund:innen zu Funktion, Stil, Materialien und Budget

  • Entwicklung individueller Küchenkonzepte unter Berücksichtigung von Raumgrößen, Architektur und Nutzung

  • Erstellung von Grundrissen und 3D-Visualisierungen mit CAD- oder spezieller Küchenplanungssoftware

  • Integration von Elektrogeräten, Wasser- und Stromanschlüssen in die Planung

  • Ergonomische Planung (Arbeitsflächenhöhen, Laufwege, Stauraumoptimierung)

  • Berücksichtigung von Sicherheits- und Hygienestandards

  • Abstimmung mit Architekten, Innenarchitekten und Handwerksbetrieben

  • Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und Unterstützung bei der Angebotseinholung

  • Begleitung der Umsetzung, inklusive Koordination von Montage und Abnahme



Typische Einsatzbereiche

Küchenplaner:innen arbeiten in unterschiedlichen Bereichen:

  • Küchenstudios und Möbelhäuser: Beratung und Verkauf individueller Küchenlösungen

  • Architektur- und Innenarchitekturbüros: Integration von Küchen in ganzheitliche Raumkonzepte

  • Bauunternehmen und Bauträger: Planung standardisierter Küchenlösungen für Neubauten

  • Gastronomie und Hotellerie: Planung von Großküchen und professionellen Arbeitsbereichen

  • Freiberufliche Tätigkeit: unabhängige Beratung und Planungsdienstleistungen



Relevanz für den Projekterfolg

Die Rolle des Küchenplaners ist entscheidend, weil er:

  • den Nutzungswert und die Lebensqualität durch funktionale Planung steigert,

  • technische Schnittstellen zwischen Bau, Elektroinstallation und Möbelausstattung koordiniert,

  • die Budget- und Zeitplanung absichert,

  • durch Fachwissen Fehler und Folgekosten bei Umbauten vermeidet,

  • maßgeblich zur Kundenzufriedenheit beiträgt.


Damit nimmt der Küchenplaner eine Schnittstellenrolle zwischen Design, Technik und Ausführung ein.

Klassische Ausbildungswege


Es gibt keinen einheitlich geregelten Ausbildungsberuf mit dem Titel „Küchenplaner“.


Der Weg führt meist über eine Ausbildung oder ein Studium in einem verwandten Bereich:

  • Ausbildung

    • Einrichtungsfachberater:in / Fachberater:in Küche (IHK, häufig in Verbindung mit Möbelhäusern oder Küchenstudios)

    • Kaufmann/-frau im Einzelhandel mit Spezialisierung auf Küchen- und Möbelverkauf

    • Tischler:in / Schreiner:in, mit Weiterbildung im Bereich Möbel- und Küchenbau

    • Technische Zeichner:in oder Bauzeichner:in, die sich auf Innenraumplanung spezialisieren

  • Studium

    • Innenarchitektur (Bachelor/Master)

    • Architektur mit Schwerpunkt Innenraumgestaltung

    • Produkt- oder Möbeldesign

    • Holz- oder Möbeltechnik



Voraussetzungen

Für die Tätigkeit als Küchenplaner:in sind erforderlich:

  • technisches Verständnis für Möbelkonstruktion, Elektro- und Sanitäranschlüsse

  • Sicherer Umgang mit CAD- und Planungssoftware (z. B. Carat, Winner, Palette CAD)

  • Gestalterisches Talent für Raumaufteilungen, Material- und Farbkonzepte

  • Kommunikations- und Beratungskompetenz, da enge Abstimmung mit Kund:innen nötig ist

  • Grundkenntnisse in Ergonomie und Hygienestandards

  • Verhandlungsgeschick, besonders bei Budgetplanungen



Bildungseinrichtungen & Hochschulen

In Deutschland bieten unterschiedliche Institutionen Qualifikationen für Küchenplaner:innen an:

Ort / Region

Bildungsträger / Hochschule

Angebot

Köln

Fachschule für Holztechnik Köln

Holztechnik, Möbel- und Innenausbau

Detmold

Technische Hochschule OWL

Innenarchitektur, Möbel- und Produktdesign

Rosenheim

Technische Hochschule Rosenheim

Holztechnik, Innenausbau, Möbeltechnik

Berlin

HTW Berlin

Architektur und Interior Design

Dresden

TU Dresden

Architektur, mit Innenraum-Vertiefung

deutschlandweit

IHK-Bildungszentren

Fachberater:in Küche, Einrichtungsfachberater

bundesweit

Private Akademien (z. B. MöFa Köln)

Möbel- und Küchenfachhandel, Planungskurse



Weiterbildung & Zusatzqualifikationen

Küchenplaner:innen erweitern ihre Kompetenz durch spezialisierte Fortbildungen:

  • IHK-Zertifikatslehrgänge „Küchenfachberater:in“

  • Software-Schulungen für Carat, Winner, pCon Planner oder Palette CAD

  • Seminare zu Ergonomie, Farbgestaltung und Materialkunde

  • Weiterbildungen im Projektmanagement für die Koordination komplexer Aufträge

  • Vertriebsschulungen, da Küchenplanung häufig mit Beratung und Verkauf verbunden ist



Quereinstiegsmöglichkeiten

Quereinsteiger:innen kommen häufig aus den Bereichen:

  • Schreinerei/Tischlerei – mit Praxiserfahrung im Möbel- und Innenausbau

  • Architektur oder Innenarchitektur – Spezialisierung auf Küchen- und Raumgestaltung

  • Einzelhandel/Möbelhandel – mit Schulungen im Bereich Beratung und Planung


Durch praxisnahe Schulungen und Software-Trainings können auch fachfremde Bewerber:innen in die Küchenplanung einsteigen.



Anforderungen im Alltag

Die Tätigkeit als Küchenplaner:in erfordert eine Kombination aus technischem Fachwissen, gestalterischem Gespür und Kundenorientierung.


Wichtige Anforderungen:

  • Technisches Verständnis für Möbelkonstruktion, Elektro- und Sanitäranschlüsse

  • Gestalterische Fähigkeiten für Raumkonzepte, Materialauswahl und Farbgestaltung

  • Sicherer Umgang mit CAD- und 3D-Planungssoftware (z. B. Carat, Winner, Palette CAD, pCon Planner)

  • Kundenorientierung: Beratungskompetenz, Empathie und Kommunikationsstärke

  • Organisationstalent für parallele Projekte und enge Zeitpläne

  • Grundkenntnisse in Ergonomie und Hygiene für funktionale Küchenlösungen

  • Verhandlungsgeschick, insbesondere bei Budgetplanungen und Angeboten

  • Teamfähigkeit, da die Arbeit mit Architekt:innen, Handwerksbetrieben und Monteur:innen abgestimmt werden muss



Zusammenarbeit im Projektumfeld

Küchenplaner:innen arbeiten an der Schnittstelle zwischen Kund:innen, Planung und Ausführung.

Rolle

Zusammenarbeit bei…

Kund:innen

Bedarfsermittlung, Konzeptentwicklung, Beratung

Architekt:innen & Innenarchitekten

Integration in Raum- und Gebäudekonzepte

Handwerksbetriebe (Sanitär, Elektro)

Planung und Abstimmung technischer Anschlüsse

Monteur:innen & Tischler:innen

Umsetzung, Montage und Einbau

Lieferanten & Hersteller

Auswahl und Beschaffung von Möbeln, Geräten, Materialien

Projektleiter:innen / Bauträger

Koordination bei größeren Bauprojekten



Arbeitsbedingungen

Die Arbeit als Küchenplaner:in ist abwechslungsreich und vereint Beratung, Planung und Projektsteuerung.

  • Büroarbeit/Studioarbeit: Entwurf von Grundrissen und 3D-Modellen, Kundenpräsentationen

  • Kundenkontakt: Beratungsgespräche, Präsentation von Konzepten, Vertragsgespräche

  • Baustellenbesuche: Aufmaß vor Ort, Prüfung technischer Anschlüsse, Abnahme

  • Meetings: Abstimmungen mit Architekt:innen, Bauträgern und Handwerksbetrieben

  • Arbeitszeit: häufig flexibel, da Beratung auch abends oder am Wochenende stattfinden kann





Bist du Planer Küchenplanung (m/w/d) – motiviert, erfahren oder bereit für den nächsten Schritt?

WIR HABEN DEINEN NÄCHSTEN JOB!






ree

Gehalt (Stand 2025)


Das Einkommen von Küchenplaner:innen hängt stark von Erfahrung, Region, Arbeitgeber und Spezialisierung ab.


Bruttogehalt – Festanstellung:

Erfahrungsstufe

Brutto / Jahr (€)

Berufseinstieg (z. B. nach Ausbildung)

ca. 28.000 – 35.000 €

mit 3–5 Jahren Erfahrung

ca. 36.000 – 45.000 €

erfahrene Planer:innen

ca. 46.000 – 55.000 €

Senior-Planer:innen / Studioleiter

ca. 56.000 – 65.000 €


Zusatzleistungen & Extras:

  • Provisionen oder Umsatzbeteiligungen (häufig im Küchenfachhandel)

  • Mitarbeiterrabatte auf Möbel und Elektrogeräte

  • Firmenwagenregelungen (bei Außendiensttätigkeiten)

  • Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich Planung & Vertrieb



Marktentwicklung & Fachkräftemangel

Die Nachfrage nach qualifizierten Küchenplaner:innen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Gründe dafür sind:

  • steigende Nachfrage nach individuell geplanten Küchen – Küchen sind heute nicht nur Funktionsräume, sondern Design- und Lebensmittelpunkte.

  • Wachstum im Neubau- und Sanierungsmarkt, wo Küchen als Aufwertungsfaktor gelten.

  • Digitalisierung: 3D-Visualisierungen, VR-Präsentationen und BIM-Anbindungen machen die Planung komplexer, erfordern aber auch neue Kompetenzen.

  • Fachkräftemangel im Handel und im Handwerk, der auch den Bereich Küchenplanung betrifft, da zu wenige Nachwuchskräfte diesen Beruf wählen.



Chancen & Perspektiven für Fachkräfte

Für Planer:innen im Küchenbereich ergeben sich aktuell hervorragende Perspektiven:

  • hohe Jobsicherheit, da Küchenplanung in Neubau und Sanierung unverzichtbar bleibt

  • attraktive Verdienstmöglichkeiten, insbesondere mit Provisionen und Umsatzbeteiligungen

  • Gestaltungsspielraum, da Kund:innen individuelle Konzepte nachfragen

  • spannende Spezialisierungen, z. B. Großküchenplanung für Gastronomie oder nachhaltige Küchen mit ressourcenschonenden Materialien

  • Aufstiegschancen, etwa zum Studioleiter oder in die Selbstständigkeit als unabhängige:r Küchenplaner:in



Was TOPEOPLE bietet

  • Für Unternehmen: TOPEOPLE unterstützt Möbelhäuser, Küchenstudios und Bauträger bei der Besetzung offener Stellen im Bereich Küchenplanung. Dabei werden Fachkräfte vermittelt, die Beratung, Planung und Projektkoordination zuverlässig übernehmen.


  • Für Fachkräfte: TOPEOPLE begleitet Küchenplaner:innen, Innenarchitekt:innen und Quereinsteiger:innen auf ihrem Karriereweg und vermittelt sie in passende Unternehmen, die langfristige Perspektiven bieten.



Fazit


Der Planer für Küchenplanung verbindet technisches Know-how, Beratungskompetenz und Designgespür. Er trägt entscheidend dazu bei, dass Küchen nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und ergonomisch überzeugen.


In Zeiten von steigender Nachfrage und Fachkräftemangel eröffnet dieser Beruf stabile Beschäftigungsmöglichkeiten, überdurchschnittliche Perspektiven und kreative Entfaltung – sowohl im Handel als auch in Architektur und Innenarchitektur.

bottom of page