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Junior-Feuerwerker

Ein Junior-Feuerwerker ist eine eingewiesene Fachkraft im Bereich Sprengtechnik, die unter Anleitung und Aufsicht von erfahrenen Sprengberechtigten arbeitet. Er oder sie ist beteiligt an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Sprengarbeiten – häufig im Rahmen von Bau-, Rückbau- oder Kampfmittelräumprojekten.


Der Beruf ist hochreguliert und sicherheitsrelevant, insbesondere bei der Arbeit mit explosiven Stoffen, Zündsystemen oder pyrotechnischen Gegenständen. Der Junior-Feuerwerker steht am Beginn seiner beruflichen Laufbahn in der Sprengtechnik und sammelt Praxiserfahrung im kontrollierten Umfeld.

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Typische Aufgaben eines Junior-Feuerwerkers


  • Mitarbeit bei der Vorbereitung von Sprengungen auf Baustellen, in Steinbrüchen oder bei Altlasten

  • Unterstützung bei der Positionierung und Sicherung von Sprengladungen

  • Transport, Übergabe und Kontrolle von Sprengmitteln unter Aufsicht

  • Einrichten des Sprengbereichs, inklusive Absperrung und Sicherheitsmaßnahmen

  • Mitarbeit bei der Zündung unter Anleitung des verantwortlichen Feuerwerkers

  • Messen und Dokumentieren der Erschütterungen und Druckwellen

  • Aufräumarbeiten nach Sprengungen, einschließlich Kontrolle des Umfelds

  • Unterstützung bei der Kampfmittelsondierung, v. a. bei Verdachtsflächen

Die Rolle ist vor allem assistierend und sicherheitsunterstützend, mit klar abgegrenzten Aufgabenbereichen.



Einsatzbereiche im baunahen Umfeld

Junior-Feuerwerker:innen kommen in verschiedenen Projekten der Bau- und Rückbaubranche zum Einsatz – etwa bei:

  • Sprengtechnischem Rückbau von Industrieanlagen, Schornsteinen, Brücken

  • Kampfmittelräumung und Sondierung auf Bahngelände, Flughäfen oder Konversionsflächen

  • Fels- oder Gesteinssprengung im Verkehrswegebau, Tunnel- oder Tagebau

  • Erschütterungsarmer Abbruchtechnik, z. B. bei Gebäudekernen

  • Spezialsprengungen, z. B. zur Verdichtung von Böden oder zum Gesteinsaufbruch


Sie arbeiten bei Spezialfirmen mit Sprengbefugnis, teilweise auch im Auftrag der öffentlichen Hand oder als Nachunternehmer großer Bauprojekte.



Rolle im Projektablauf

Die Mitarbeit als Junior-Feuerwerker ist stark eingebunden in Sicherheitsprotokolle, Sprengvorschriften (z. B. SprengG, SprengV), Baustellenlogistik und Behördenabstimmungen. Der Aufgabenbereich ist eng mit der verantwortlichen Fachkraft abgestimmt und kann je nach Fortschritt und Eignung schrittweise erweitert werden.


In der Regel erfolgt der Einsatz immer unter fachkundiger Anleitung, mit dem Ziel, mittelfristig zur eigenständigen Durchführung von Sprengaufträgen befähigt zu werden – z. B. nach erfolgreicher Weiterbildung und Erlangung des Befähigungsscheins nach § 20 SprengG.



Gesetzlicher Rahmen

Die Tätigkeit als Junior-Feuerwerker fällt unter das Sprengstoffgesetz (SprengG) und ist streng geregelt. Für die unterstützende Mitarbeit unter Anleitung ist noch kein eigener Befähigungsschein erforderlich, wohl aber:

  • Zuverlässigkeitsnachweis (§ 8a SprengG)

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung (§ 34 Abs. 2 SprengV)

  • Teilnahme an internen oder externen Schulungen

  • körperliche und geistige Eignung, bestätigt durch ärztliches Attest


Ziel ist die spätere Qualifikation zum Feuerwerker mit Befähigungsschein (§ 20 SprengG) – dieser darf dann eigenständig Sprengungen leiten und durchführen.Typische Aufgaben eines Junior-Feuerwerkers

  • Mitarbeit bei der Vorbereitung von Sprengungen auf Baustellen, in Steinbrüchen oder bei Altlasten

  • Unterstützung bei der Positionierung und Sicherung von Sprengladungen

  • Transport, Übergabe und Kontrolle von Sprengmitteln unter Aufsicht

  • Einrichten des Sprengbereichs, inklusive Absperrung und Sicherheitsmaßnahmen

  • Mitarbeit bei der Zündung unter Anleitung des verantwortlichen Feuerwerkers

  • Messen und Dokumentieren der Erschütterungen und Druckwellen

  • Aufräumarbeiten nach Sprengungen, einschließlich Kontrolle des Umfelds

  • Unterstützung bei der Kampfmittelsondierung, v. a. bei Verdachtsflächen


Die Rolle ist vor allem assistierend und sicherheitsunterstützend, mit klar abgegrenzten Aufgabenbereichen.



Einsatzbereiche im baunahen Umfeld

Junior-Feuerwerker:innen kommen in verschiedenen Projekten der Bau- und Rückbaubranche zum Einsatz – etwa bei:

  • Sprengtechnischem Rückbau von Industrieanlagen, Schornsteinen, Brücken

  • Kampfmittelräumung und Sondierung auf Bahngelände, Flughäfen oder Konversionsflächen

  • Fels- oder Gesteinssprengung im Verkehrswegebau, Tunnel- oder Tagebau

  • Erschütterungsarmer Abbruchtechnik, z. B. bei Gebäudekernen

  • Spezialsprengungen, z. B. zur Verdichtung von Böden oder zum Gesteinsaufbruch


Sie arbeiten bei Spezialfirmen mit Sprengbefugnis, teilweise auch im Auftrag der öffentlichen Hand oder als Nachunternehmer großer Bauprojekte.



Rolle im Projektablauf

Die Mitarbeit als Junior-Feuerwerker ist stark eingebunden in Sicherheitsprotokolle, Sprengvorschriften (z. B. SprengG, SprengV), Baustellenlogistik und Behördenabstimmungen. Der Aufgabenbereich ist eng mit der verantwortlichen Fachkraft abgestimmt und kann je nach Fortschritt und Eignung schrittweise erweitert werden.


In der Regel erfolgt der Einsatz immer unter fachkundiger Anleitung, mit dem Ziel, mittelfristig zur eigenständigen Durchführung von Sprengaufträgen befähigt zu werden – z. B. nach erfolgreicher Weiterbildung und Erlangung des Befähigungsscheins nach § 20 SprengG.



Gesetzlicher Rahmen

Die Tätigkeit als Junior-Feuerwerker fällt unter das Sprengstoffgesetz (SprengG) und ist streng geregelt. Für die unterstützende Mitarbeit unter Anleitung ist noch kein eigener Befähigungsschein erforderlich, wohl aber:

  • Zuverlässigkeitsnachweis (§ 8a SprengG)

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung (§ 34 Abs. 2 SprengV)

  • Teilnahme an internen oder externen Schulungen

  • körperliche und geistige Eignung, bestätigt durch ärztliches Attest


Ziel ist die spätere Qualifikation zum Feuerwerker mit Befähigungsschein (§ 20 SprengG) – dieser darf dann eigenständig Sprengungen leiten und durchführen.

Voraussetzungen für die Ausbildung


Wer Junior-Feuerwerker:in werden möchte, sollte:

  • mindestens 21 Jahre alt sein (für eigenständige Befähigung später notwendig)

  • technisches Verständnis und handwerkliche Erfahrung mitbringen

  • zuverlässig, teamfähig und sicherheitsbewusst sein

  • psychisch stabil und körperlich belastbar sein

  • fließend Deutsch sprechen und schreiben (für Dokumentation und Vorschriften)

  • ein sauberes Führungszeugnis vorlegen können


Oft erfolgt der Einstieg über eine Festanstellung bei einem zugelassenen Sprengunternehmen, das die Qualifikation begleitet.



Lehrgänge & Ausbildungsstruktur

Die Ausbildung zum Feuerwerker erfolgt in mehrstufigen Lehrgängen, die je nach Fachrichtung aufgeteilt sind – z. B.:

  • Grundlehrgang Sprengtechnik (mind. 80 Stunden)

  • Fachspezifischer Aufbaulehrgang (z. B. Abbruchsprengung, Kampfmittel, Tunnel)

  • praktische Unterweisung im Betrieb

  • Schriftliche & mündliche Prüfung durch die zuständige Behörde


Die Tätigkeit als Junior-Feuerwerker beginnt häufig vor dem offiziellen Befähigungserwerb, um praktische Erfahrung zu sammeln. Nach ausreichender Mitwirkung und Prüfungsreife kann die Befähigung beantragt werden.



Schulungseinrichtungen & Anbieter in Deutschland

Ort / Region

Einrichtung / Träger

Angebot

Dresden / Freiberg

Sprengschule Dresden GmbH

Grundlehrgänge, Spezialisierungen, Wiederholer

Berlin / Brandenburg

DEKRA Akademie Oranienburg

Schulung & Prüfungsvorbereitung nach SprengG

Essen / NRW

TÜV NORD Bildung

Sprengtechnik im Rückbau und Bauwesen

München / Bayern

GUTcert / DMT GmbH & Co. KG

Speziallehrgänge für Sprengung & Pyrotechnik

Peine / Niedersachsen

Sprengtechnik & Umwelt GmbH (STU)

Vollausbildung mit Fachrichtung Bau

bundesweit (mobil / hybrid)

IBS – Institut für Brand- und Sprengtechnik

Seminare & Inhouse-Schulungen

Diese Lehrgänge sind stets genehmigungspflichtig durch die örtliche Behörde (Gewerbeaufsicht oder Bezirksregierung). Die Anmeldung erfolgt oft in Abstimmung mit dem Arbeitgeber.



Einstiegsmöglichkeiten & Förderung

Ein direkter Einstieg ist möglich:

  • über ein Praktikum oder Werkvertrag bei einem Sprengunternehmen

  • durch Mitarbeit in Rückbau- oder Erschütterungstechnik-Teams

  • nach erfolgreicher Umschulung oder beruflicher Neuorientierung


Teilweise werden Schulungen auch über die Agentur für Arbeit oder Rententräger gefördert – insbesondere bei beruflicher Neuqualifikation im Baubereich.



Anforderungen in der täglichen Praxis

Die Arbeit als Junior-Feuerwerker ist körperlich fordernd, technisch komplex und sicherheitskritisch. Der Umgang mit Sprengmitteln verlangt konzentriertes Arbeiten, Teamfähigkeit und diszipliniertes Verhalten – insbesondere unter Anleitung erfahrener Sprengberechtigter.


Typische Anforderungen sind:

  • Verantwortungsbewusstsein und absolute Zuverlässigkeit

  • technisches Verständnis für Sprengsysteme und Zündverfahren

  • Sicherheits- und Regelkenntnis (z. B. SprengG, UVV, Sicherheitsabstände)

  • körperliche Belastbarkeit, auch bei Arbeit im Gelände, bei jedem Wetter

  • sorgfältige Dokumentation von Abläufen, Übergaben und Ergebnissen

  • Bereitschaft zu unregelmäßigen Arbeitszeiten, oft in Sperrpausen oder Randzeiten

  • Fähigkeit zur Einschätzung von Gefährdungslagen und zur Kommunikation im Notfall


Die Aufgaben erfordern oft längeres Stehen, präzises Hantieren mit Werkzeug und Sprengmitteln, sowie die Beachtung strenger Abläufe und Vorschriften.



Zusammenarbeit im Projektumfeld

Junior-Feuerwerker:innen arbeiten in einem kleinen, eingespielten Team – meist unter der Leitung eines oder mehrerer erfahrener Sprengberechtigter. Sie stehen zudem in Verbindung mit weiteren Projektbeteiligten.

Beteiligte Rolle

Zusammenarbeit bei…

Feuerwerker:in (verantwortlich)

Anleitung, Aufgabenverteilung, Kontrolle

Sicherungsaufsicht / SiPo

Absperrung, Zugangskontrolle, Koordination im Gleisbereich

Polier / Bauleiter

Einbindung in den Bauablauf, Koordination der Sperrzeiten

Behörden / Sprengaufsicht

Überwachung, Protokollführung, ggf. Anwesenheit bei Zündung

Gerätemonteur / Bohrtrupp

Vorbereitung der Bohrlöcher und Positionierung der Ladungen

Die Kommunikation muss jederzeit klar, knapp und eindeutig sein – insbesondere während der Sprengvorbereitung oder im sicherheitskritischen Bereich.



Typische Arbeitsbedingungen

Junior-Feuerwerker:innen arbeiten unter verschiedenen Bedingungen:

  • im Gelände, auf Baustellen mit unebenem Untergrund

  • bei jedem Wetter, mit entsprechender Schutzkleidung

  • unter Zeitdruck, z. B. bei Sperrpausen oder Räumterminen

  • mit Schutzmaßnahmen, wie Gehörschutz, Helm, Warnkleidung

  • mobil, mit wechselnden Einsatzorten bundesweit oder regional


Die Arbeit kann psychisch fordernd sein – insbesondere bei Kampfmittelverdacht oder Sprengung im Bestand.




Bist du Junior Feuerwerker(m/w/d) – motiviert, erfahren oder bereit für den nächsten Schritt?

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Gehalt & Vergütung (Stand 2025)


Die Vergütung variiert je nach Erfahrungsstand, Arbeitgeber, Projektart und Region.



Festanstellung – Bruttogehalt:

Erfahrungsniveau

Brutto / Monat (€)

Einstieg (ohne Befähigungsschein)

ca. 2.400 – 2.800 €

mit Grundausbildung & Erfahrung

ca. 2.900 – 3.300 €

kurz vor Befähigungsschein

ca. 3.400 – 3.800 €


Zulagen sind üblich bei:

  • Einsätzen in gesperrten Zeiten (z. B. Nacht, Wochenende)

  • Gefährdungszulagen, je nach Art der Tätigkeit

  • Einsatzwechseltätigkeit, inkl. Auslösung, Unterkunft, Spesen



Freiberufliche Assistenzkräfte (selten):

Bei temporärem Einsatz über Werkverträge oder Nachunternehmer:

  • ca. 180 – 250 € netto pro Tag, je nach Erfahrung und Einsatzart

Der Aufstieg zum vollbefugten Feuerwerker mit eigenem Befähigungsschein bringt deutlich höhere Gehälter



Hoher Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften

In der deutschen Bau-, Rückbau- und Infrastrukturbranche wächst die Nachfrage nach qualifiziertem Personal für Spreng- und Räumarbeiten stetig – gleichzeitig sinkt die Zahl aktiver Sprengberechtigter. Viele Unternehmen suchen Nachwuchs für langfristigen Aufbau, da altersbedingt zahlreiche Fachkräfte in den Ruhestand gehen.


Gerade im Bereich Kampfmittelräumung, kontrollierter Rückbau und Gesteinssprengung entsteht ein spürbarer Engpass. Der Einstieg als Junior-Feuerwerker bietet hier eine realistische Möglichkeit, unter Anleitung Erfahrungen zu sammeln und mittelfristig selbst Verantwortung zu übernehmen.



Entwicklungsperspektiven in der Sprengtechnik

Nach ausreichender Praxiszeit, interner Qualifikation und positiver Einschätzung durch den Arbeitgeber kann die Befähigung nach § 20 SprengG beantragt werden. Damit öffnet sich der Weg zu:

  • eigenverantwortlicher Leitung von Sprengungen

  • Spezialisierung auf Abbruch-, Bau-, Tunnel- oder Kampfmittelsprengungen

  • Einsatz in Großprojekten, Sicherheitsbereichen oder Behördenaufträgen

  • Weiterentwicklung in Richtung Projektleitung oder Fachausbilder


Parallel gewinnen digitale Verfahren, z. B. für Zündverzögerung oder Protokollierung, an Bedeutung – ebenso wie der Umgang mit neuen Sprengmitteln und ferngesteuerten Systemen.



Fazit


Der Junior-Feuerwerker ist eine verantwortungsvolle Einstiegsrolle in die sicherheitskritische Welt der Sprengtechnik. Unter Anleitung erfahrener Kolleg:innen sammelt man praktische Erfahrung im Umgang mit Zündmitteln, Sprengplänen und Vorschriften.


Wer zuverlässig, belastbar und technisch interessiert ist, kann sich in dieser Funktion langfristig eine hoch spezialisierte, gut bezahlte und nachgefragte Fachkarriere im Bereich Rückbau, Bau oder Kampfmittelräumung aufbauen.


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